eBay 3...2...1...meins!

BGH entscheidet: eBay muss jugendgefährdende Angebote sperren GELESEN: Die Welt titelt - Ebay hat seinen Zauber verloren -
Jul 12

Second Life - Game Over?In den letzten Monaten wurde sehr viel Wirbel um Second Life gemacht. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass diese virtuelle Welt die absolute Goldgrube ist, um als Unternehmen oder vielleicht sogar Privatmann Geld zu verdienen. Nike, Mercedes und viele andere Marken eröffneten eigene virtuelle Stores in der heilen aber realitätsfremden Welt. Langsam scheint diese Blase zu platzen!

Die Bevölkerung von Second Life wächst nicht mehr wie bisher. Nein, sie schrumpft sogar. Betreiber Linden Lab muss in aktuellen Zahlen alleine für Juni 2007 einen Nutzerschwund von 2,5 Prozent der aktiven Bewohner verbuchen. Auch sind die Zuwachsraten gewaltig am bröckeln und auf dem niedrigsten Stand seit einem halben Jahr angelangt.

Ob es nur ein momentanes „Schwächeln“ ist, oder ob das Ende des übertriebenen Getrommels um Second Life begonnen hat, wird sich zeigen. Es ist wie mit jedem neuen Spielzeug. Am Anfang sind alle verrückt danach. Dann wird es etwas Alltägliches. Bald schon langweilt es und man sucht sich einen neuen Zeitvertreib. Eines ist aber sicher. Alle, die in Sachen Second Live als Quelle unendlicher Umsätze zu euphorisch waren, werden schon sehr bald auf den Boden der realen Tatsachen zurück fallen.



Die Österreichische Zeitung „Der Standard“  zitiert in einem Online-Artikel Axel Schönau, Managing Director der Web-Marketing-Agentur Global Media wie folgt: „Wir bemerken, dass die Kundenanfragen nach Second Life deutlich weniger werden. Das liegt wohl auch daran, dass immer mehr Zahlen durchsickern, die zeigen, dass die Population in Second Life sehr viel kleiner ist als viele zunächst angenommen hatten.” Der Experte sieht als weiteren Grund auch zahlreiche negative Meldungen. So ging ja der Versuch eines französischen rechtslastigen Politikers, Second Life für Wahlpropaganda zu nutzen, durch die Medien. Und spätestens wenn illegale Dinge wie Kinderpornographie massiv in die Medien geraten, werden viele Firmen sehr skeptisch, ob das Umfeld richtig ist. Weiterhin gingen Berichte über eine Zunahme von Markenfälschern in Second Life durch die Medien. So wie eBay Betrüger anzieht, ist auch Second Life für kriminelle Elemente attraktiv, die mit illegalen Mitteln Geld scheffeln wollen. Dazu finden Sie bei Werben & Verkaufen einen interessanten Artikel.

Bei Ziff Davis www.zdnet.de ist zu diesem Thema zu lesen, dass Linden Lab plant, 700.000 Accounts zu löschen, weil diese eher Karteileichen sind, als aktiv genutzt zu werden. Gerade diese Zahl der „toten“ Accounts gaukelt hohe Nutzerzahlen vor, wenn sie nicht – wie jetzt geplant – bereinigt werden.

Meiner Meinung nach werden in Kürze etliche Unternehmen, die in Sachen Second Life die Dollar-Zeichen in den Augen hatte, sehr ernüchtert feststellen, das Second Life keine Umsatzrakete ist, sondern nichts anderes als ein Art ordinäres MMORPG „Massive Multiplayer Online Role-Playing Game”, mit anderen Worten ein Spiel. Reales Geld wird immer noch in der realen Welt verdient.

Ein Kommentar to “GELESEN: Second-Life - Game Over? Der Hype ist wohl vorbei!”

  1. Martin Sagt:

    Ein halbes Jahr später. SecondLife existiert noch immer. Welche Überraschung. — Vorgegaukelte hohe Benutzerzahlen findet man übrigens nicht nur bei Secondlife, sondern wenn man genau hinschaut fast überall. ;-)

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