John Donahoe reformiert drei wichtige Bereiche
Man könnte sagen: „Neue Besen kehren gut!“. John Donahoe, designierter Nachfolger von Meg Whitman scheint auch direkt einmal ordentlich aufräumen zu wollen. Er kündigt eine radikale Reform an. So soll die Gebührenstruktur vereinfacht und günstiger werden. Auch das Bewertungssystem soll ebenfalls modifiziert werden. Allerdings scheint der neue CEO auch quasi die Urmutter aller eisernen Regeln bei eBay brechen zu wollen: „Vor Gott und eBay sind alle gleich!“
Seit dem eBay besteht gilt diese eine Regel, ob kleinster Gelegenheitsverkäufer oder großer PowerSeller, wenn es um die Gebühren geht, sind alle gleich. Jeder zahlt die gleichen Angebotsgebühren und Provisionen. Und diese Regel scheint jetzt bald außer Kraft gesetzt zu werden, denn Donahoe kündigt an, dass PowerSeller in Zukunft Preisnachlässe bekommen werden. Gewerbliche Verkäufer, bei denen es brummt, bekommen also bald Rabatt! Was PowerSeller lange schon fordern könnte natürlich den vielen privaten Verkäufern sehr sauer aufstoßen, denn diese könnten jetzt monieren, dass sie jetzt benachteiligt und zur Verkäufern zweiter Klasse degradiert werden.
„Wir möchten die Leistung unserer besten Verkäufer honorieren“, so John Donahoe auf dem eCommerce Forum. „Verkäufer, die ihre Angebote sorgfältig beschreiben, die Ware schnell versenden und dafür angemessene Versand- und Verpackungsgebühren verlangen, können zukünftig Preisnachlässe in Anspruch nehmen. Wir sind davon überzeugt, damit das Einkaufserlebnis auf dem eBay-Marktplatz grundlegend zu verbessern.“
eBay wird billiger
In den USA sollen die Angebotsgebühren, also die Kosten, die das Einstellen einer Auktion unabhängig von deren erfolgreichen Verkauf verursacht, zwischen 25% und 50% billiger werden. Auch Zusatzoptionen wie das Galeriebild sollen erschwinglicher werden. Die Provision hingegen, als die Gebühr die fällig wird, wenn der Artikel erfolgreich verkauft wird, soll angeblich steigen. Also wieder keine echte Verbilligung? In Deutschland werden wir am 11. Februar erfahren, wie die Gebührenstruktur hierzulande geändert wird.
Ansprüche an gewerbliche Verkäufer wachsen
Donahoe kündigte weiterhin an, dass man die Ansprüche an Verkäufer erhöhen will, vor allem, wenn es gewerbliche Anbieter sind. Zudem scheint man endlich überhöhten Versandkosten den Kampf ansagen zu wollen. In Sachen Bewertungssystem scheint eBay zu planen, das Bewertungsprofil in die Anzeige von Suchergebnissen einfließen zu lassen. Vorbildliche Verkäufer erscheinen mit Ihren Artikeln dann in den Suchergebnisanzeigen weiter oben, als solche Verkäufer die schlechte Bewertungsprofile haben. Die Idee ist grundsätzlich gut, dürfte aber gerade in hart umkämpften Kategorien wieder einmal die „Bewertungskriege“ anfachen, in denen ein unseriöser gewerblicher Anbieter mit Scheinkäufen und gezielten negativen Bewertungen versuchen wird, Konkurrenten auf die hinteren Ränge zu drängen. eBay sollte das im Auge behalten und mit geeigneten Mitteln verhindern. Damit nicht genug in Sachen Bewertungen. Verkäufer, die ein schlechtes Bewertungsprofil haben, sollen in Zukunft wohl zwangsweise PayPal als Zahlungsmethode anbieten müssen.
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